Rückblick 2020

Das Corona-Jahr 2020 war auch für die Feuerwehr Stein ein außergewöhnliches Jahr.

Masken gehörten 2020 fest zur persönlichen Schutzausrüstung der Steiner Feuerwehrleute.

Die Beschränkungen infolge der Pandemie haben sich vor allem bei den Einsatzzahlen und im Ausbildungsbetrieb bemerkbar gemacht. So fiel die Zahl der Einsätze mit 486 deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Das lag vor allem daran, dass der First-Responder-Dienst in den Wochen des Lockdowns im Frühjahr sowie seit Mitte Oktober ausgesetzt werden musste. Der Übungsbetrieb stand – abgesehen von den Sommermonaten – in diesen Zeiträumen ebenso still, außerdem fanden im gesamten Jahr so gut wie keine Lehrgänge, Fortbildungen oder Leistungsprüfungen statt. Darüber hinaus gelten sowohl im Einsatz als auch auf der Wache die AHA-Regeln, also vor allem Maske tragen und – wenn immer möglich – Abstand halten.

Es bleibt zu hoffen, dass die Pandemieentwicklung im neuen Jahr wieder einen aktiveren Übungs- und Lehrgangsbetrieb zulässt, sodass das Ausbildungsniveau der Feuerwehrangehörigen aufrecht erhalten werden kann. Nicht zuletzt kam auch das Vereinsleben weitgehend zum Erliegen, da traditionelle Aktivitäten wie das Stadtfest, das Treffen mit der Partnerfeuerwehr aus Guéret, der Bratwurststand am Steiner Weihnachtsmarkt und die Weihnachtsfeier entfallen mussten.

Einsätze im vergangenen Jahr

Doch trotz Pandemie hatte die Feuerwehr Stein auch 2020 gut zu tun. Neben zahlreichen kleineren Einsätzen, etwa wegen Türöffnungen oder Brandmeldeanlagen, gab es auch einige spektakulärere Aufgaben: So hielt beispielsweise im Februar Sturmtief „Sabine“ die Feuerwehrleute mit zahlreichen Unwettereinsätzen in Atem. Im Juni ging auf der B 14 ein Pkw in Flammen auf, den die Steiner Einsatzkräfte aber schnell löschen konnten. Anfang August brannten mehrere Papiertonnen am Gymnasium in Stein, auch hier war das Feuer schnell unter Kontrolle. Wenige Wochen später sorgte ein heftiger Platzregen für rund 20 Unwetteralarmierungen, für deren Bewältigung die Einsatzkräfte etwa sechs Stunden unterwegs waren.

Im Herbst kam es vermehrt zu Verkehrsunfällen, beispielsweise Ende Oktober, als die Feuerwehr Stein innerhalb von wenigen Tagen viermal wegen verunglückter Fahrzeuge gerufen wurde, u. a. in Deutenbach, an der Schlosskreuzung und an der B 14. Und auch die Steiner Kameradinnen und Kameraden, die zur Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UGÖEL) gehören, waren 2020 mehrmals bei größeren Einsätzen gefragt, etwa bei zwei Scheunenbränden in Puschendorf und Veitsbronn sowie einem Dachstuhlbrand in Fürth.

Neuanschaffungen bei der Feuerwehr

Nicht zuletzt hat sich im letzten Jahr auch auf der Steiner Wache etwas getan: So ging Mitte Januar die neue Einsatzzentrale in Betrieb. Hierfür war die IT-Infrastruktur sowie die Kommunikationstechnik erneuert und für den Digitalfunk auf den aktuellen Stand gebracht worden. Außerdem konnten sich die Aktiven im First-Responder-Dienst über neue Einsatzjacken und neue Einsatzhosen freuen. Deren Anschaffung war dank großzügiger Spenden, u. a. aus dem Erlös des Steiner Kalenders, möglich geworden.


erstellt am: 31.12.2020 | Kategorie(n): Allgemein